Review: Carl Zeiss Planar 85mm f1.2 50th Anniversary

 

31.08.2025

 

Liebe Freunde der manuellen Objektive, feiert mit mir ein besonderes Jubiläum,

nämlich den

 

100. Objektivtest

 

auf dieser Seite!

 

Dazu habe ich mir ein ebenso besonderes Objektiv ausgesucht, das 

 

Carl Zeiss Planar 85mm f1.2 50th Anniversary,

 

ein auf 1000 Exemplare limitiertes Geburtstagsgeschenk von Zeiss an sich selbst,

um 50 Jahre "CONTAX" - System zu feiern.

 

Erschienen im Jahr 1982 (und 10 Jahre später als 60th Anniversary wieder in 1000 Exemplaren neu aufgelegt) war es das extra-lichtstarke Kurztele- und Portrait-Objektiv im Contax/Yashica-System und zusammen mit dem Canon nFD 85mm f1.2 L (und dessen Vorgänger, dem Canon FD 85mm f1.2 Aspherical) auch systemübergreifend das lichtstärkste Teleobjektiv, das man kaufen konnte.

 

Wie sich dieses längst zum Sammelobjekt gewordene Leuchtturm-Objektiv seiner Zeit mehr als 40 Jahre später schlägt, wird euch dieser Test zeigen!

 

 

Einige technische Daten:

 

- Blende: von f1.2 bis f16, 8 Blendenlamellen

- Optisches Design: 8 Elemente in 7 Gruppen, Floating Elements zur Nahbereichskorrektur

- Länge: 72,5mm

- Gewicht: 874g

- Filtergewinde: 77mm

- Naheinstellgrenze: 100cm

 

Und so sieht das schöne Objektiv aus:

 

 

2025-08-31:

 

Dear friends of manual lenses, celebrate with me a special anniversary,

namely the

 

100th lens test

 

on this page!

 

For this purpose, I have chosen an equally special lens, the

 

Carl Zeiss Planar 85mm f1.2 50th Anniversary ,

 

a birthday present from Zeiss to themselves, limited to 1000 copies,

to celebrate 50 years of the "CONTAX" system.

 

Released in 1982 (and reissued 10 years later as the 60th Anniversary in another limited edition of 1,000), it was the extra-fast short telephoto and portrait lens in the Contax/Yashica system and, together with the Canon nFD 85mm f1.2 L (and its predecessor, the Canon FD 85mm f1.2 Aspherical), also the fastest telephoto lens available across all systems.

 

This test will show you how this lighthouse lens, which has long since become a collector's item, performs more than 40 years later!

 

 

Some technical data:

 

- Aperture: from f1.2 to f16, 8 aperture blades

- Optical design: 8 elements in 7 groups, floating elements for close-range correction

- Length: 72.5mm

- Weight: 874g

- Filter thread: 77mm

- Closest focusing distance: 100cm

 

And this is what the beautiful lens looks like:

 

 

Das Objektiv hat eine normale Auszugsfokussierung, wird also umso länger, je weiter man in den Nahbereich scharfstellt:

 

The lens has a normal extension focusing, so it becomes longer the closer you focus:

 

 

Die einfachste Methode der Adaption ist ein handelsüblicher Adapter von Contax/Yashica auf (in meinem Fall) Sony E-Mount. Diese Adapter sind für alle Systemkameraanschlüsse günstig bei den großen Handelsplattformen zu bekommen.  

 

Ich adaptiere die CY-Objektive auf einem anderen Weg, der mir den zusätzlichen Einsatz eines Helicoid-Adapters ermöglicht.

Hierzu benötigt man als erstes Element einen dünnen C/Y auf Canon EF-Adapterring.

Das zweite Element bildet ein Canon EF auf Sony E-Mount Helicoid-Adapter.

Diese sind ebenfalls bei den großen Handelsplattformen erhältlich, z.B. wie in meinem Fall von Pixco, aber auch von anderen Anbietern.

Diese Helicoid- bzw. Macro-focusing- Adapter bieten den Vorteil, von unendlich bis in einen deutlich erweiterten Nahbereich fokussieren zu können.

 

Ihr seht beide Adapter hier neben dem Objektiv  und im zweiten Bild das Objektiv mit bereits montiertem dünnen CY- auf Canon EF-Adapterring (chromfarben):

 

The easiest way to adapt is with a standard adapter from Contax/Yashica to (in my case) a Sony E-mount. These adapters are available inexpensively for all system camera mounts from major retail platforms.  

 

I adapt the CY lenses in a different way, which allows me to use a helicoid adapter.

The first element you need is a thin C/Y to Canon EF adapter ring.

The second element is a Canon EF to Sony E-mount helicoid adapter.

These are also available from the major trading platforms, e.g. from Pixco, as in my case, but also from other providers.

These helicoid or macro-focusing adapters offer the advantage of being able to focus from infinity to a significantly extended close-up range.

 

You can see both adapters here next to the lens and in the second picture the lens with the thin CY to Canon EF adapter ring (chrome-colored) already mounted:

 

 

 

Hier seht ihr den Helicoid-Adapter neben dem Objektiv - einmal in unendlich-Einstellung und einmal mit dem möglichen zusätzlichen Auszug in den Nahbereich:

 

Here you can see the helicoid adapter next to the lens - once in infinity setting and once with the possible additional extension to the close-up range:

 

 

Und so sieht das Objektiv fertig adaptiert an eine der Testkameras aus:

 

And this is what the lens looks like when fully adapted to one of the test cameras:

 

 

Die Kombination aus Objektiv, Adapter und Kamera fällt für ein lichtstarkes Portraitobjektiv  normal  lang aus, sie ist aber sehr frontlastig aufgrund der großen Frontlinse und dementsprechend viel Gewicht an der Objektivvorderseite.

 

 

 

Das Objektiv selbst hat die 4 Jahrzehnte gut überdauert, es hat äußerlich nur minimale Gebrauchsspuren. Die Linsenelemente sind in perfektem Zustand, es gibt keine Kratzer und keinen Nebel oder ähnliches im Inneren.

 

Als Gegenlichtblende nutzte ich für den Test die perfekt passende Nikon HN-28 Streulichtblende:

 

 

The combination of lens, adapter and camera is of normal length for a fast portrait lens, but it is very front-heavy due to the large front lens and the corresponding amount of weight on the front of the lens.

 

The lens itself has survived the four decades well, showing only minimal signs of wear on the outside. The lens elements are in perfect condition, with no scratches or fogging or anything similar inside.

 

For the test, I used the perfectly fitting Nikon HN-28 lens hood:

 

 

Kameras für die Bilder dieses Tests waren die Sony Alpha 7III (Kleinbildformat, 24MP) und die Sony Alpha 7RIII (Kleinbildformat, 42MP).

Die analytischen Bilder zur Bildschärfe  sind alle mit der Sony Alpha 7RIII entstanden.

Die jeweils verwendete Kamera steht in den Bildunterschriften.

 

Alle digitalen Bilder sind im raw-Format aufgenommen worden und wurden in Lightroom entwickelt.

 

Ein besonderes Dankeschön geht an Dr. Kolio Raltchev, der mir für diesen Test nicht nur zahlreiche Aufnahmen auf Farbnegativfilm zur Verfügung gestellt hat, 

sondern auch dieses seltene Objektiv aus seiner Sammlung.

 

 

The cameras used for this test were the Sony Alpha 7III (35mm format, 24MP) and the Sony Alpha 7RIII (35mm format, 42MP).

The analytical images for image sharpness were all taken with the Sony Alpha 7RIII.

The camera used is indicated in the captions.

 

All digital images were shot in raw format and developed in Lightroom.

 

A special thank you goes to Dr. Kolio Raltchev, who not only provided me with numerous photographs on color negative film for this test, 

but also this rare lens from his collection.

 

Bildschärfe / Sharpness

Bei einem Objektiv wie dem Carl Zeiss Planar 85mm f1.2 50th Anniversary mit Floating Elements ist es UNBEDINGT notwendig, ein ganz genau passendes Auflagemaß bei der Adaption zu gewährleisten.

Macht man dies nicht, ist vor allem die Schärfeleistung in den Bildecken und Bildrändern deutlich beeinträchtigt - wir reden hier nicht über Nuancen, sondern "Welten".

Hier bietet der Adaptionsweg über den Helicoid-Adapter einen unschätzbaren Vorteil. Im Gegensatz zu den immer minimal zu kurzen (um Temperaturschwankungen ausgleichen zu können) handelsüblichen festen Adaptern (löbliche Ausnahme sind die sehr guten, aber auch sehr teuren Novoflex-Adapter),

kann man mit dem Helicoid-Adapter ein "echtes" Unendlich des Objektives erreichen:

Man stellt die Fokussierung des Objektives genau auf unendlich und dreht den Helicoid-Adapter, unter optischer Kontrolle mit maximaler Vergrößerung in der Kamera auf ein mehrere hundert Meter entferntes Ziel etwas aus, bis die maximale Schärfe erreicht ist und fixiert den Helicoid-Adapter in dieser Position. Dies habe ich vor allen Schärfetests in dieser Vorstellung so gemacht.

 

Ich habe eine Bildreihe zur Bewertung der Schärfe für euch angefertigt, bei der sowohl das Bildzentrum als auch die Bildecke in einer Schärfeebene liegen.

Fokuspunkt war die Markise des Hauses links der nach oben führenden Straße.

Das Haus in der rechten unteren Bildecke liegt auf der gleichen Höhe und somit in der gleichen Schärfeebene.

 

Die Blendenreihe zeigt die Werte f1.2 - f1.4 -  f2 - f2.8 - f4 - f5.6 - f8 - f11

 

With a lens like the Carl Zeiss Planar 85mm f1.2 50th Anniversary with floating elements, it is ABSOLUTELY necessary to ensure a precisely fitting flange focal distance during adaptation.

If you don't do this, the sharpness in the corners and edges of the image will be significantly impaired - we're not talking about nuances here, but "worlds of difference."

Here, the helicoid adapter offers an invaluable advantage. Unlike standard fixed adapters, which are always slightly too short (to compensate for temperature fluctuations) (the very good, but also very expensive Novoflex adapters are a notable exception),

With the helicoid adapter you can achieve a "true" infinity of the lens:

You set the lens focus precisely to infinity and, while visually controlling the focus with the camera at maximum magnification, slightly rotate the helicoid adapter toward a target several hundred meters away until maximum sharpness is achieved. Then, lock the helicoid adapter in this position. I did this before conducting all of the focus tests in this presentation.

 

I have created a series of images for you to evaluate sharpness, in which both the center and the corner of the image are in the same plane of focus.

The focal point was the awning of the house to the left of the street leading up.

The house in the lower right corner of the image is at the same height and therefore in the same plane of focus.

 

The aperture range shows the values f1.2 - f1.4 - f2 - f2.8 - f4 - f5.6 - f8 - f11

 

 

Die vom Objektiv verursachte Vignettierung ist bei Offenblende sichtbar, aber nicht extrem.

Bis  f2.8 wird sie schon deutlich gemildert,

ab f4 ist sie unkritisch.

 

 

The vignetting caused by the lens is visible at wide aperture, but not extreme.

Up to f2.8 it is already significantly reduced,

from f4 onwards it is uncritical.

 

 

Bei f1.2 ist die Schärfe in der Bildmitte bereits auf gutem bis sehr gutem Niveau, die Kontraste sind noch leicht steigerungsfähig.

Das Bild wird noch von chromatischen Aberrationen (in Form von Purple Fringing) und einem leichten Glow der sphärischen Aberration beeinträchtigt.

 

Bei f1.4 steigert sich nur die Kontrastleistung etwas.

 

Bei f2 sind  Glow und Farbfehler verschwunden.

Die Grundschärfe erreicht sehr gutes bis ausgezeichnetes Niveau, die Kontraste sind noch minimal steigerungsfähig.

 

Von f2.8 bis f8 sind Schärfe und Kontrast im Zentrum auf ausgezeichnetem Niveau.

 

Bei f11 macht sich bereits die Beugung bemerkbar und die Schärfeleistung ist wieder minimal schwächer.

 

 Auch aus der Bildecke unten rechts habe ich 100%-Vergrößerungen vorbereitet:

 

 

At f1.2, the sharpness in the center of the image is already at a good to very good level, and the contrast can still be slightly improved.

The image is still affected by chromatic aberrations (in the form of purple fringing) and a slight glow of spherical aberration.

 

At f1.4 only the contrast performance increases slightly.

 

At f2, glow and color errors are gone.

The basic sharpness reaches a very good to excellent level, the contrast can still be improved slightly.

 

From f2.8 to f8, sharpness and contrast in the center are at an excellent level.

 

At f11, diffraction is already noticeable and the sharpness is again slightly weaker.

 

 I have also prepared 100% enlargements of the lower right corner of the image:

 

 

In der Bildecke ist die Schärfeleistung leicht anders:

 

Bei f1.2 ist die Schärfe in der Bildecke bereits auf gutem Niveau, die Kontraste sind noch steigerungsfähig. Die Vignette dunkelt die Ecke ab und es sind vor allem deutliche chromatische Aberrationen zu sehen, die den Schärfeeindruck negativ beeinflussen..

 

Von f2 über f2.8 steigert sich das Niveau bis f4, wo sehr gute Schärfe erreicht wird, stetig,. Auch die Kontraste werden knackiger und die Vignette verschwindet. 

 

Bei f5.6 und f8 haben wir auch in der Ecke ein ausgezeichnetes Niveau erreicht.

 

Bei f11 ist das Schärfeniveau auch in der Bildecke beugungsbedingt wieder minimal schwächer.

 

 

Bei allen Vergrößerungen aus der Ecke sind deutlich sichtbare Spuren von lateralen chromatischen Aberrationen an den Kontrastkanten zu erkennen, z.B. an den Rahmen des Vordaches.

 

 

Schärfe-Fazit:

Bei Offenblende f1.2 ist das erweiterte Bildzentrum erstaunlicherweise bereits sehr gut, ab f2.8 ausgezeichnet scharf.

 

Randscharf ist das Objektiv ab f2,8,

ab f5.6 sind auch die Bildecken hervorragend.

 

 

In the corner of the image the sharpness performance is slightly different:

 

At f/1.2, the sharpness in the corners of the image is already at a good level, and the contrast can still be improved. Vignetting darkens the corners, and significant chromatic aberrations are particularly noticeable, negatively impacting the impression of sharpness.

 

From f2 to f2.8, the quality steadily increases until f4, where very good sharpness is achieved. Contrasts also become crisper, and vignetting disappears. 

 

At f5.6 and f8 we also achieved an excellent level in the corner.

 

At f11, the sharpness level is again slightly weaker in the corner of the image due to diffraction.

 

 

At all magnifications from the corner, clearly visible traces of lateral chromatic aberrations are visible at the contrast edges, e.g. at the frames of the canopy.

 

 

Sharpness conclusion:

At an aperture of f1.2, the extended image center is surprisingly already very good, and from f2.8 onwards it is excellently sharp.

 

The lens is sharp from f2.8,

From f5.6 onwards the image corners are also excellent.

 

Rendering & Bokeh

Wenn es um das Hintergrundrendering geht, gibt es immer viele gegensätzliche Meinungen. 

Denn ob einem die Darstellung eines Objektives gefällt oder nicht, ist einfach Geschmackssache.

 

Der Eine möchte alles butterweich aufgelöst haben, der Andere mag es busy mit viel Outlining und Strukturen und/oder Swirl (und natürlich gibt es ganz viel zwischen diesen Extremen in der Mitte)...

 

Das Zeiss 85mm f1.2 Anniversary ist eindeutig ein Vertreter der weichen, unaufgeregten Fraktion.

Die Hintergründe werden eigentlich immer schön weich und flächig aufgelöst, störende Strukturen gibt es nur extrem selten.

 

Die folgende Reihe zeigt die Entwicklung der Hintergrundunschärfe beim Abblenden.

Der Fokus lag auf der Schraube rechts im Bild, Distanz zu dieser war etwa 1,5 Meter.

 

 Die Blendenwerte sind f1.2 - f2 -f2.8 - f4 - f5.6:

 

When it comes to background rendering, there are always many conflicting opinions. 

Because whether you like the image quality of a lens or not is simply a matter of taste.

 

Some people want everything to be completely smooth, others prefer it busy with lots of outlining and structures and/or swirls (and of course, there's a lot in between these extremes in the middle)...

 

The Zeiss 85mm f1.2 Anniversary is clearly a representative of the soft, unfussy fraction.

The backgrounds are actually always beautifully soft and flat, and disturbing structures are extremely rare.

 

The following series shows the development of background blur when stopping down.

The focus was on the screw on the right side of the image, distance to it was about 1.5 meters.

 

 The aperture values are f1.2 - f2 -f2.8 - f4 - f5.6:

 

 

Bei f1.2 wird auf diese Distanz der Hintergrund fast aquarellhaft weich dargestellt mit nur vereinzelten Tupfen, die separat erkennbar sind.

Beim Abblenden werden dann immer deutlicher die Strukturen erkennbar - aber auch diese verbleiben im Grundrendering weich bei sich immer weiter steigernder Tiefenschärfe.

 

Die folgende Reihe auf etwas kürzere Motivdistanz zeigt das oben beschriebene grundsätzliche Verhalten auch sehr gut, zusätzlich kann man gut die Form der Hintergrundhighlights beobachten.

Bei Offenblende gibt es in den Eckbereichen leichte Katzenaugen, die aber schnell zu abgerundeten Vielecken werden beim Abblenden.

 

At f1.2, the background is rendered almost watercolor-like softly at this distance, with only a few isolated dots that can be recognized separately.

When the aperture is reduced, the structures become more and more clearly visible - but even these remain soft in the basic rendering with the depth of field constantly increasing.

 

The following series at a slightly shorter subject distance also shows the basic behavior described above very well, and one can also clearly observe the shape of the background highlights.

At full aperture, there are slight cat's eyes in the corner areas, but these quickly become rounded polygons when stopped down.

 

 

Auf große Distanz ist das Freistellungspotential natürlich trotz f1.2 nur gering - 

und beim Abblenden erhält man schnell eine gute Schärfe über die gesamte Bildbreite.

 

At long distances, the isolation potential is of course only low despite f1.2 - 

and when stopping down you quickly get good sharpness across the entire width of the image.

 

 

Die folgenden beiden Beispielreihen zeigen die Veränderung des Bildrenderings bei Offenblende f1.2 und immer weiterer Annäherung ans Motiv.

Auffällig ist der deutliche Swirl, wenn Highlights zwischen Kamera und der Schärfeebene liegen.

Auch sind hier die Katzenaugen sehr ausgeprägt sichtbar.

 

The following two series of examples show the change in image rendering at an aperture of f1.2 and as the subject gets closer and closer.

The clear swirl is noticeable when highlights lie between the camera and the focal plane.

The cat's eyes are also very clearly visible here.

 

 

Ich zeige in meinen Tests immer gerne Fokuspaare,

also die gleiche Szene bei unterschiedlicher Fokussetzung.

So kann man gut ein Gefühl für das Vorder- und Hintergrundrendering eines Objektives bekommen.

Das Vordergrundrendering des Planar 85mm f1.2 Anniversary gefällt mir mit seiner unstrukturierten Weichheit besonders gut. 

 

I always like to show focus pairs in my tests,

i.e. the same scene with different focus.

This is a good way to get a feel for the foreground and background rendering of a lens.

I particularly like the foreground rendering of the Planar 85mm f1.2 Anniversary with its unstructured softness. 

 

Rendering auf kurze Distanz / Short range rendering

Auf kurze Distanzen ist das Bokeh des Planar wunderbar weich.

Die Hintergründe werden bei Offenblende f1.2 komplett aufgelöst zu weichen Farbflächen.

 

At short distances, the Planar's bokeh is wonderfully soft.

At an aperture of f1.2 the backgrounds are completely dissolved into soft colored areas.

 

Rendering auf mittlere Distanzen / mid range rendering

Auf mittlere Distanzen ist das Rendering des Objektives bei Offenblende auch grundsätzlich schön weich.

Zu den Ecken hin werden die Katzenaugen deutlicher und das Bokehrendering sichtbar nervöser als auf kurzen Distanzen - aber das ist schon Jammern auf sehr hohem Niveau.

 

At medium distances, the lens's rendering is generally nice and soft at full aperture.

Towards the corners, the cat's eyes become more pronounced and the cornering becomes visibly more nervous than at short distances - but that's just complaining at a very high level.

 

Rendering auf lange Distanzen

Bilder bei Offenblende f1.2 auf lange Distanz sind bestimmt nichts, was man häufig macht.

Trotzdem auch hier 2 Beispiele für diesen seltenen Anwendungsfall:

 

Taking pictures at f1.2 at long distances is definitely not something you do often.

Nevertheless, here are two examples of this rare use case:

 

Portraits / People

Hier sind wir bei einer der Kernkompetenzen des Objektives angelangt.

Denn genau die rasiermesserscharfe Trennung von Schärfeebene und Übergang in die Unschärfe,

ist wohl mit der Hauptgrund, sich (heutzutage) ein Portraitobjektiv mit Lichtstärke f1.2 zuzulegen.

 

Und hier brilliert das Planar Anniversary. Die Schärfe am Fokuspunkt ist sehr gut - 

man muss halt manuell sehr genau fokussieren, geringste Abweichungen führen zu einem weichen Bildeindruck.

Die Schärfeebene ist auf Halbkörperdistanzen schon so klein, dass ein Auge im Fokus ist, aber die Nase bereits im Unschärfebereich. Diesen Look muss man für seine Bilder mögen, nur dann "lohnt" sich das Planar f1.2.

Die Unschärfebereiche sind grundsätzlich schön weich, es gibt aber erkennbare Reststrukturen und die omnipräsenten Katzenaugen bei Highlights außerhalb des Zentrums.

 

Mit meiner Frau habe ich eine kleine "Winter-Sonnenuntergangsportrait-Serie" gestaltet, alle Bilder sind bei Offenblende f1.2 entstanden.

 

This brings us to one of the lens’s core competencies.

Because it is precisely the razor-sharp separation of the plane of focus and the transition into blur,

what is probably the main reason to buy a portrait lens with a speed of f1.2 (these days).

 

And this is where the Planar Anniversary shines. The sharpness at the focal point is very good - 

You have to focus very precisely manually; even the slightest deviation results in a soft image.

The focal plane is so small at half-body distances that an eye is in focus, but the nose is already out of focus. You have to like this look for your images; only then the Planar f1.2 is "worth it."

The out-of-focus areas are generally nice and soft, but there are recognizable residual structures and the omnipresent cat's eyes in highlights outside the center.

 

My wife and I created a small "winter sunset portrait series"; all images were taken at an aperture of f1.2.

 

 

Mein Fotokollege Dr. Kolio Raltchev hat mir dankenswerterweise 2 tolle analoge Portraitserien mit diesem Objektiv und der Contax MT 167 zur Verfügung gestellt.

 

Die erste Serie führt uns an die Universität und in den englischen Garten von München,

als Film kam beim Shooting mit Lana der Kodak Color Plus 200 Farbnegativfilm zum Einsatz.

 

My photography colleague Dr. Kolio Raltchev kindly provided me with two great analog portrait series shot with this lens and the Contax MT 167.

 

The first series takes us to the university and the English Garden of Munich,

The film used for the shoot with Lana was Kodak Color Plus 200 color negative film.

 

 

BEHIND THE SCENES

 

 

Eine zweite Serie auf Cinestill 400d Farbnegativfilm führt uns an einem schönen sonnigen Morgen in die Isarauen von Freising, wo Dr. Kolio Raltchev den Naturvideographen Sternafilms begleitet und portraitiert hat, während dieser Vidos für "Isarauen Wildlife"aufnahm.

 

A second series on Cinestill 400d color negative film takes us to the Isarauen near Freising on a beautiful sunny morning, where Dr. Kolio Raltchev accompanied and portrayed the nature videographer Sternafilms while he was shooting videos for "Isarauen Wildlife."

 

 

Besonders schön rendert das Planar 85mm f1.2 Unschärfebereiche vor dem Motiv.

Das Vordergrundbokeh ist außergewöhnlich weich und rund:

 

The Planar 85mm f1.2 renders out-of-focus areas in front of the subject particularly beautifully.

The foreground bokeh is exceptionally soft and round:

 

Verzeichnung / Distortion

 

Die Verzeichnung des Zeiss Planar 85mm f1.2 ist sehr gering tonnenförmig.

Sie bedarf in meinen Augen keiner Korrektur.

 

The distortion of the Zeiss Planar 85mm f1.2 is very slight barrel-shaped.

In my opinion, it does not require any correction.

 

Bildserie: Winter-Sonnenuntergang in der Stadt / Picture Series: City winter sunset

Das seltene Ereignis eines wirklich schönen Sonnenunterganges im Winter hat mich zu einer kleinen Runde in der Stadt animiert, um diese besondere Lichtstimmung einzufangen.

Die hohe Freistellfähigkeit des Planars bei f1.2 hilft hier, Störendes auszublenden. Auf der anderen Seite ist die ernorme Schärfe über das ganze Bild auch bei nur geringer Abblendung des Objektives beeindruckend.

 

The rare occurrence of a truly beautiful winter sunset inspired me to take a short walk around the city to capture this special lighting atmosphere.

The Planar's high degree of depth of field at f/1.2 helps filter out distracting elements. On the other hand, the tremendous sharpness across the entire image is impressive, even with the lens only stopped down slightly.

 

Farbfehler / Chromatic Aberrations

Die Farbfehler sind in meinen Augen einer der Schwachpunkte dieses Objektives (wobei es , wie man fairerweise sagen muss, hier auf dem gleichen Niveau performt wie die vergleichbaren hochlichtstarken 85mm-Objektive der Konkurrenz!).

 

Die lateralen chromatischen Aberrationen sind, wie in den Bildern zu Bewertung der Bildschärfe schon gezeigt, in den Bildecken deutlich vorhanden. Diese können aber in der Bildbearbeitung leicht durch einfaches "Häkchen setzen" entfernt werden.

 

Schlimmer sind in meinen Augen die longitudinalen chromatischen Aberrationen,

zur Illustration habe ich das übliche Chromösen-Testbild mit den jeweiligen Vergrößerungen von vor und hinter der Schärfeebene angefertigt:

 

In my opinion, the chromatic aberrations are one of the weak points of this lens (although, to be fair, it performs at the same level as comparable high-speed 85mm lenses from the competition!).

 

As already shown in the images used to evaluate image sharpness, the lateral chromatic aberrations are clearly present in the corners of the image. However, these can easily be removed in image editing by simply checking the box.

 

Worse in my opinion are the longitudinal chromatic aberrations,

For illustration purposes, I have prepared the usual chromoooze test image with the respective magnifications from in front of and behind the focal plane:

 

Bereits in diesem Testbild bei bedecktem Himmel sind die longitudinalen chromatischen Aberrationen (loCAs) sowohl im Vordergrund (magenta) als auch im Hintergrund (grün) deutlich zu sehen.

 

In Real-World-Bildern muss man auch nicht lange nach ihnen suchen - meist sind sie bei den offeneren Blendenwerten schon in den Gesamtbildern direkt zu sehen, spätestens bei geringer Vergrößerung.

Auch Purple Fringing nahe der Schärfeebene ist mit dem Planar durchaus ein Thema (siehe die Vergrößerungen aus der Bildmitte des Schärfetests bei f1.2 und f1.4).

 

Even in this test image with overcast skies, the longitudinal chromatic aberrations (loCAs) are clearly visible in both the foreground (magenta) and the background (green).

 

In real-world images, you don't have to look for them for long - they are usually already visible in the overall images at wider aperture values, or at least at low magnification.

Purple fringing near the focal plane is also quite an issue with the Planar (see the enlargements from the center of the image in the sharpness test at f1.2 and f1.4).

 

Bildserie: Herbst auf der alten Römerstraße / Picture Series: Autumn on the old roman street

Ein schöner Herbstabend auf der alten Römerstraße bietet für das Planar die ideale Gelegenheit, in den verschiedensten Bildsituationen zu glänzen: sowohl auf nahe Distanzen bei Offenblende (teilweise mit Einsatz des Helicoid-Adapters) als auch als knackscharfes Landschaftsobjektiv bei f5.6 oder f8 überzeugt das Planar auf ganzer Linie.

 

A beautiful autumn evening on the old Roman road offers the Planar the ideal opportunity to shine in a wide variety of image situations: both at close distances at wide aperture (sometimes with the use of the helicoid adapter) and as a razor-sharp landscape lens at f5.6 or f8, the Planar impresses across the board.

 

Bildserie: Die ersten Krokusse des Jahres! / Picture Series: First crocuses of the year!

Die ersten Krokusse des Jahres sind für mich immer ein herrlicher erster Farbtupfer nach dem langen Winter. Sobald sie aus der Erde lugen, robbe ich in jedem Jahr mit der Kamera über den Boden und freue mich.

Das Planar schafft es hier, mit seinem enormen Freistellpotential und der Leichtigkeit der Darstellung  ganz besondere Bildeindrücke zu schaffen.

 

For me, the first crocuses of the year are always a wonderful first splash of color after the long winter. As soon as they peek out of the ground, I crawl around the ground with my camera, thrilling to see them.

The Planar manages to create very special image impressions with its enormous isolation potential and the ease of display.

 

Verhalten im Gegenlicht / Backlight behaviour and flares

Wie das Kapitel Farbfehler ist auch das Verhalten im Gegenlicht nicht gerade die Paradedisziplin des Carl Zeiss Planar 85mm f1.2 (was auch bei diesen riesigen Glaselementen wenig verwunderlich ist).

Wobei man nicht vergessen darf, dass man beim Thema Gegenlichtverhalten absolut jedes Objektiv schlecht aussehen lassen kann, wenn man das möchte.

 

Ich habe das Objektiv einfach "ganz normal" genutzt - und wenn sich Probleme offenbart haben, die Bilder nicht gelöscht sondern zur Demonstration hier aufbewahrt.

Ihr seht hier also keine willkürlich gestellten Szenarien, sondern solche, die sich aus der normalen Nutzung ergeben haben.

 

 

Bei Offenblende ist das Objektiv sehr anfällig. Hier ist die Position der Sonne ausschlaggebend.

Steht diese direkt außerhalb des Bildfeldes, ergibt sich ein deutlicher Schleier und Kontrastverlust. Ist die Sonne innerhalb des Blickfeldes, kann man jedoch die Position und Intensität der Flares und Bildfehler durch Verschieben des Bildausschnittes gut kontrollieren oder verbessern.

 

 

Just like the chapter on chromatic aberration, the Carl Zeiss Planar 85mm f1.2's performance in backlight isn't exactly its forte (which is hardly surprising given its huge glass elements).

However, one must not forget that when it comes to backlighting, you can make absolutely any lens look bad if you want to.

 

I simply used the lens "as usual" - and when problems arose, I didn't delete the images but kept them here for demonstration purposes.

So you're not seeing random scenarios here, but rather ones that have arisen from normal use.

 

 

At wide apertures, the lens is very vulnerable. The position of the sun is crucial here.

If the sun is directly outside the field of view, a noticeable haze and loss of contrast will result. However, if the sun is within the field of view, the position and intensity of flares and image defects can be easily controlled or improved by shifting the image section.

 

 

Bei Portraits im Gegenlicht, vor allem bei tiefstehender Sonne, kann man diesen Kontrastverlust nicht vermeiden.

Man muss die Flares und Ghosts also in sein Bild einkomponieren oder auf dieses Bild verzichten.

 

When taking portraits in backlight, especially when the sun is low in the sky, this loss of contrast cannot be avoided.

So you have to either incorporate the flares and ghosts into your image or do without this image.

 

 

Dass dies kein Problem der Nutzung an einem Digitalsensor ist, zeigen die folgenden Beispiele auf Farbnegativfilm:

 

The following examples on color negative film show that this is not a problem resulting from using a digital sensor:

 

 

Insgesamt ist das Zeiss Planar 85mm f1.2 im Gegenlicht mit Vorsicht zu verwenden.

Es gibt einfach Situationen, bei denen man kein Bild ohne Flares hinbekommt. Aber man kann in fast allen Situationen das Ausmaß dieser Flares begrenzen durch leichtes Verschieben des Bildausschnittes.

Es teilt hier also das "Schicksal" aller hochlichtstarken kurzen Tele-Objektive - und das hat sich bis heute, also 40 Jahre später nur wenig verändert. 

Erst die Konstruktionen aus den letzten 2-3 Jahren schneiden hier nennenswert besser ab.

 

Overall, the Zeiss Planar 85mm f1.2 should be used with caution in backlight.

There are simply situations where you can't get a flare-free image. But in almost all situations, you can limit the extent of these flares by slightly shifting the image frame.

So it shares the "fate" of all high-speed short telephoto lenses - and that has changed little to this day, 40 years later. 

Only the designs from the last 2-3 years perform significantly better here.

 

Bildserie: Pilze! / Picture Series: Mushrooms!

Ebenso wie die Krokuszeit mag ich auch die Pilzsaison. Pilze sammeln - aber nur mit der Kamera!

Das im nassen Laub auf dem Boden robben hat fast schon etwas rituelles :-) 

Auch hier gelingen mit dem Planar besonders luftige, leichte Bilder, die nur mit Objektiven dieser Lichtstärke möglich sind. 

Beeindruckend ist die Schärfe am Fokuspunkt bei Offenblende auch weit unterhalb der nativen Naheinstellgrenze von 1m, wenn man den zusätzlichen Helicoid-Adapter benutzt wie bei den folgenden Bildern:

 

Just like crocus season, I also love mushroom season. Mushroom picking—but only with a camera!

Crawling on the ground in the wet leaves has almost something ritualistic about it :-) 

Here, too, the Planar produces particularly airy, light images that are only possible with lenses of this light intensity. 

The sharpness at the focus point at wide aperture is impressive, even far below the native minimum focusing distance of 1m, when using the additional helicoid adapter as in the following images:

 

Mein Fazit / Conclusion

Nach Canon ( mit dem Canon FD 85mm f1.2 Aspherical 1976 und dem Canon nFD 85mm f1.2 L aus dem Jahr 1980) war Carl Zeiss im Jahr 1982 der zweite Hersteller, der sich traute, ein kurzes Tele-Objektiv mit der damals sensationellen Lichtstärke von f1.2 auf den Markt zu bringen.

Dabei ging man einen anderen Weg und verbaute nur sphärische Gläser, um die durch asphärischen Elemente entstehenden Zwiebelringe im Bokeh zu vermeiden. 

Man kann durchaus davon sprechen, dass dies eines der Objektive war, auf das z.B. die Nikon-Fotografen immer neidisch geschielt haben, und dem Nikon mit dem Nikon Nikkor 85mm f1.4 AI-S  nur etwas bedingt vergleichbares, wenn auch nicht ganz so lichtstark, entgegensetzen konnte.

 

Ich fasse die objektiven Testergebnisse noch einmal kurz zusammen:

Sehr gute Schärfe im Bildzentrum ab Offenblende, ausgezeichnet ab f2.8.

Randscharf ist es auch bereits ab f2.8.

Für sehr scharfe Ecken muss man auf f4 abblenden - für perfekte Resultate auf f5.6 oder f8.

Die Kontraste sind bei Offenblende noch steigerungsfähig, ab f2 immer sehr gut.

Die Vignette ist bei Offenblende sichtbar, ab f4 komplett vernachlässigbar.

Die Verzeichnungskorrektur ist sehr gut, hier bedarf es keiner zusätzlichen Bearbeitung.

Beim Thema Farbfehler sind die lateralen chromatischen Aberrationen in den Bildecken ein Problem, ebenso sind die longitudinalen chromatischen Aberrationen  in Form von Bokeh-Fringing sehr auffällig, auch Purple-Fringing war bei meinen Fotos durchaus ein Problem.

Im direkten Gegenlicht ist das Objektiv recht gut zu handeln, wenn die Sonne innerhalb des Bildfeldes steht hat es deutliche Schwächen.

 

 

Soweit die objektiv bewertbaren Kriterien. Subjektiv betrachtet muss ich sagen, dass das Carl Zeiss 85mm f1.2  das wohl ausgewogenste hochlichtstarke kurze Tele-Objektiv seiner Zeit ist.

Neben aller technischen Stärken (und Schwächen wie das durchaus hohe Gewicht und den  Farbfehlern) mag ich einfach, wie das Objektiv abbildet.

Die Schärfe ist bei Portraits ab Offenblende am Fokuspunkt sehr gut und die enorme Freistellung ermöglicht punktuell scharfe Aufnahmen, bei denen alles vor und hinter der Schärfeebene sofort verläuft.

Auch bei Nahaufnahmen gefällt mir das Rendering. Das Bokeh ist angenehm weich und es gibt nur selten problematisches Outlining in den Hintergründen - die Neigung zu Catseyes ist aber leider oft unübersehbar.

Spätestens ab f4 ist die Schärfe über das komplette Bild auch für Landschaftsaufnahmen ohne Fehl und Tadel, und so ist das Zeiss Planar 85mm f1.2 50th Anniversary ein in meinen Augen komplettes Objektiv, das mit seinen knackigen Kontrasten einen auch heute noch modernen Bildeindruck generiert.

 

Schade, dass es mit den nur 1000 produzierten Exemplaren ein seltenes Sammlerstück ist, das nicht so häufig angeboten wird, und wenn zu Preisen ab 2000€ - ich bin sehr glücklich, dass ich dieses Objektiv dank der Leihgabe von Dr. Kolio Raltchev intensiv kennenlernen durfte.

 

In der abschließenden Bildergalerie findet ihr noch viele weitere Bildbeispiele, und ich freue mich über eure Anmerkungen und Meinungen zu Test und Objektiv im Kommentarbereich!

 

 

After Canon (with the Canon FD 85mm f1.2 Aspherical in 1976 and the Canon nFD 85mm f1.2 L from 1980), Carl Zeiss was the second manufacturer in 1982 to dare to bring a short telephoto lens with the then sensational light intensity of f1.2 onto the market.

A different approach was taken and only spherical lenses were used to avoid the onion rings in the bokeh caused by aspherical elements. 

It's fair to say that this was one of the lenses that Nikon photographers, for example, were always jealous of, and that Nikon could only offer something comparable, albeit not quite as fast, with the Nikon Nikkor 85mm f1.4 AI-S .

 

I will briefly summarize the objective test results:

Very good sharpness in the image center from wide open aperture, excellent from f2.8.

It is also sharp right down to the edges from f2.8.

For very sharp corners you have to stop down to f4 - for perfect results you have to stop down to f5.6 or f8.

The contrasts can still be improved at wide apertures, and are always very good from f2 onwards.

The vignette is visible at wide aperture, but completely negligible from f4 onwards.

The distortion correction is very good, no additional processing is required.

When it comes to color errors, lateral chromatic aberrations in the corners of the image are a problem, as are longitudinal chromatic aberrations in the form of bokeh fringing, which are also very noticeable. Purple fringing was also a problem in my photos.

The lens works quite well in direct backlight, but when the sun is within the field of view it has clear weaknesses.

 

 

So much for the objectively assessable criteria. Subjectively speaking, I have to say that the Carl Zeiss 85mm f1.2 is arguably the most balanced, high-speed, short telephoto lens of its time.

Despite all the technical strengths (and weaknesses such as the rather high weight and the chromatic aberrations), I simply like the way the lens produces images.

The sharpness is very good at the focus point in portraits from the widest aperture onwards and the enormous amount of isolation enables sharp, pinpoint shots in which everything in front of and behind the focal plane is seamless.

I also like the rendering for close-ups.  The bokeh is pleasantly soft, and there's rarely any problematic outlining in the backgrounds—although the tendency toward catseyes is unfortunately often obvious.

From f/4 onwards, the sharpness across the entire image is flawless, even for landscape shots, and so the Zeiss Planar 85mm f1.2 50th Anniversary is, in my opinion, a complete lens that, with its crisp contrasts, still generates a modern image impression today.

 

It's a shame that with only 1,000 units produced, it's a rare collector's item that isn't offered very often, and when it is, it's only at prices starting at €2,000. I'm very happy that I was able to get to know this lens in depth thanks to the loan from Dr. Kolio Raltchev.

 

You'll find many more sample images in the final photo gallery, and I look forward to your comments and opinions on the test and lens in the comments section!

 

Tests anderer Objektive von Carl Zeiss:

 

Reviews of other Carl Zeiss lenses:

 

- Carl Zeiss Skoparex 35mm f3.4

Carl Zeiss Ultron 50mm f1.8

Carl Zeiss Dynarex 90mm f3.4

Carl Zeiss Super-Dynarex 135mm f4

Carl Zeiss Super-Dynarex 200mm f4

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Rudolf (aka rudolfo4) (Sonntag, 31 August 2025 20:49)

    Lieber Niko,
    herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum, wieder mal "verdammt gute Arbeit" von Dir - großes Lob.
    Freue mich auf viele viele weitere Reviews von Dir.
    LG