"Corona-Projekt" Nr.3 - Transplantation eines Taronar 45mm f1.8 aus der Taron Auto-EE

22.04.2020

Ja, die schlimme Corona-Zeit hat manchmal auch ihr Gutes.  Man kommt dazu, schon lange geplante Projekte endlich umzusetzen. Bei mir war dies die Transplantation der Objektive aus 3 defekten Sucherkameras der 50er und 60er- Jahre. Interessant an diesen Objektiven sind ihre speziellen Abbildungseigenschaften.

 

Als drittes Objektiv habe ich ein Taronar 45mm f1.8 aus einer Taron Auto EE transplantiert. Der Clou an diesem Objektiv ist seine geschwungene, viereckige Blende, die das Bokeh einzigartig wirken lässt – so etwas hatte ich vorher noch nicht gesehen. Dazu musste ich das Objektiv aus der Kamera ausbauen und es anschließend mit dem Linsenschlüssel öffnen, um den im Objektiv verbauten Verschluss zu entfernen.

 

Anschließend habe ich das Objektiv mit 2-Komponenten-Kleber mit einem 15-26mm-M42-Helicoid „verheiratet“, um überhaupt eine Fokussierung möglich zu machen (Die ursprüngliche Fokussierung ist an der Kamera verbaut). So komme ich nun von unendlich bis in den Nahbereich (nun liegt die Nahgrenze bei ca. 40cm!. An den M42-Helicoid habe ich eine M42-Sony E-Mount-Anschlussplatte angebracht, um sie mit meinen Sony-Kameras benutzen zu können, hier wäre aber auch z.B. eine Fuji-Anschlußplatte möglich.